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19.06.2015 - Rennen um ländliche Fördermittel ist gestartet

Der Fördertopf für die ländliche Entwicklung wird rege angezapft. 43 Anträge haben die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der "Energieregion im Lausitzer Seenland" bereits zum Start erreicht. 13 Millionen Euro schwer ist die erste Wunschliste. Das harte Auswahlverfahren beginnt jetzt.

Um acht Millionen Euro wollen Unternehmer, Vereine und die Städte und Gemeinden des ländlichen Raumes zwischen Altdöbern und Jannowitz den europäischen Fördertopf erleichtern. Etwa eine Million Euro sind in der ersten Runde in der der "Energieregion im Lausitzer Seenland" verfügbar. Das Ringen um die begrenzten Mittel hat begonnen. Jetzt muss die Lokale Aktionsgruppe (LAG) die Prioritätenliste aufstellen.

Die Regionale Entwicklungsstrategie gibt vor: Investitionen in eine sichere Daseinsfürsorge für die Bürger im ländlichen Raum, für eine verbesserte Lebensqualität in den Gemeinden, in die touristische Erschließung des Lausitzer Seenlandes und für nachhaltige regionale Wertschöpfung drängen zuerst nach vorn. Eine Arbeitsgruppe soll die eingereichten Projekte jetzt "in erster Instanz" sichten, bestätigt Regionalmanager Michael Franke. Im Juli soll die Prioritätenliste erstellt werden.

Der Dorfanger von Kleinleipisch ist ein Anwärter auf Fördermittel. Ulrich Herz vom Ortsbeirat, beruflich Planer, hofft darauf, dass die Stadt Lauchhammer die Ortsmitte mit dem alten Schulhaus auf die Förderliste hieven kann. "Wir wollen in zwei Bauphasen den Dorfanger gestalten und die Schule als Vereinshaus nutzbar machen", erklärt er. Das alte Hortgebäude soll abgerissen und der Seitenflügel des historischen Schulhauses als Arztpraxis ausgebaut werden. Hier ist ein Hausarzt tätig. Nachhaltig gute Voraussetzungen wollen die Kleinleipischer aber auch schaffen, um die Nachfolge im Dorf dauerhaft zu sichern. Eine halbe Million Euro schwer ist das Gesamtvorhaben.

Die Gemeinde Schipkau hat ein Straßenausbau-Paket für Hörlitz geschnürt. Die gesamte Ortsdurchfahrt hat hier im Straßenbett dringend sanierungsbedürftige Ver- und Entsorgungsleitungen. Fahrbahnen und Gehwege sind marode. 1,8 Millionen Euro müssen die Schipkauer im Ortsteil investieren, um den Notstand zu beheben. Die relativ schmalen Straßen sollen über sechs Jahre schrittweise neu ausgebaut werden. "Einfach und zweckmäßig, aber endlich ansehnlich", formuliert Bauamtsleiter Martin Konzag den Anspruch. Die Straßen haben deshalb auch oberste Priorität im kommunalen Haushalt.

In Altdöbern sollen das Umfeld des Ärztehauses und das Schulhaus barrierefrei gemacht werden. Ruhland will sanierungsbedürftige Verkehrsadern angreifen. Der Hohenbockaer Pflegedienst will den stationären Bereich erweitern. Die Bauhülle der Schwarzheider Christuskirche steht auf der Förderwunschliste.

Quelle: Kathleen Weser / Lausitzer Rundschau 19.06.2015

 

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