Projekte

Ausbau und Sanierung eines historischen Höfgebäudes zum "Haus der Landwirtschaft" in Großräschen

Ansicht vom Markt - 2011

Innenhof Oktober 2013

nach der Eröffnung - Oktober 2014

Antragsteller: Stadt Großräschen

Bewilligung am: 02.07.2012

Ort: Großräschen

Gesamtkosten: 1.104.201,60 €

Förderung: 828.151,20 €

geschaffene Arbeitsplätze: 2

Projektlaufzeit: 2012 - 2015

Richtlinie: H.1.4

Der historische Stadtkern von Großräschen ist ländlich geprägt. Am Marktplatz befindet sich u.a. das einzige unsanierte Gebäude - ein Dreiseitenhof welcher 1856 errichtet wurde. Das Objekt steht unter Denkmalschutz. Die Straßenfront des Torhauses wird durch das Krüppelwalmdach mit gleicher Firsthöhe der anderen Gebäude, geprägt. Historisch interessant ist der Innenhof mit den Laubengängen an Torhaus und Stall. Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig und wird seit 1992 nicht mehr genutzt. Die vorhandenen Ausstattungen sind nicht nutzbar. Die Stadt Großräschen beabsichtigt den ortsbildprägenden Gebäude- bestand zu erhalten und einer Nutzung zuzuführen.
Die zentrale Innenstadtlage am Marktplatz zeigt die besondere Eignung als Hofladen. Hier können Landwirte regionale Produkte wie Obst und Gemüse der Saison anbieten. Den landwirtschaftlichen Erzeugern könnten sich durch Bündelung ihres Angebots an zentraler Stelle, neue Absatzmöglichkeiten eröffnen.
Neben der Schaffung neuer Einkommensquellen für Landwirte, wäre der Hofladen hervorragend dazu geeignet, in Kooperation mit den umliegenden Bildungseinrichtungen, sowie mit den Landwirtschaftsbetrieben der Region, einen neuen Baustein für das Praxislernen „grüne Berufe“ zu installieren. Ein kleines Landwirtschaftsmuseum würde die Region bereichern.
Insgesamt ist der Zustand des Gebäudes stark sanierungs- bedürftig bis bereichsweise nahe dem Tragfähigkeitsverlust. Ein Hauptanteil der Schäden an Dach, Decken und Boden sind auf die nutzungsfreie Zeit ohne Wartungs- und Pflegemaßnahmen zurückzuführen. Die Anpassungen an die geplanten Nutzungen und geltenden Normen sind unter Beachtung der denkmalrechtlichen Belange auszuführen.
Die Wohnung wird im Dachgeschoss des Ostflügels, in einem Bereich der auch letztlich als Wohnraum genutzt wurde, eingeplant. Die Fläche nimmt nahezu den gesamten Bereich des Ostflügels in Anspruch.
Die Weinverarbeitung innerhalb des Anwesens bildet einen zentralen Themenschwerpunkt im Konzept dieser Planung, sowie in der städtischen Entwicklung mit dem geplanten Weinhang am zukünftigen Großräschener See.
Es ist vorgesehen die Verarbeitung, teilweise Lagerung, den Vertrieb sowie den Ausschank des regionalen Produktes hier umzusetzen.
Im Erdgeschoss wird eine Bankfiliale eingeplant. Es gibt bereits unmittelbare Verhandlungen und Absichtsbekundungen der örtlich ansässigen Raiffeisenbank, die Räume des sanierten Hofgebäudes zu nutzen.
Ein weiterer Nutzungsschwerpunkt im Rahmen des Gesamtkonzeptes „Haus der Landwirtschaft“ ist das Grüne Klassenzimmer sowie die Räume des Heimatmuseums.

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