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Sanierung des Kirchturms der Henriettenkirche Annahütte mit Anbindung an das Dach

Nach der Sanierung des Daches - 2009

Schäden am Mauerwerk - Januar 2012 (Foto: Konzag)

Schaden im Bereich der Turmuhr - März 2012 (Foto: Konzag)

Antragsteller: Gemeinde Schipkau

Bewilligung am: 02.04.2013

Ort: Schipkau OT Annahütte

Gesamtkosten: 73.842,86 €

Förderung: 55.382,14 €

Projektlaufzeit: 2013 - 2014

Richtlinie: D.1.1

Die Gemeinde Schipkau ist darum bemüht, die zu ihrem Eigentum zählende denkmalgeschützte Henriettenkirche in Annahütte in ihrem Bestand zu sichern.

Dazu erfolgte in den vergangenen Jahren u.a. bereits eine aufwändige Sanierung des kompliziert angelegten Ziegeldaches der Kirche. Die Baumaßnahme konnte in diesem Bereich mit erfolgreichem Ergebnis abgeschlossen werden.

Das damalige Sanierungsvorhaben umschloss jedoch nicht den ebenso kompliziert konstruierten Turm der Kirche, dessen Bedachung rasch zunehmend Probleme bereitet. Aktuell dringt über die marode Turmbedachung und anschließende Ziegelmauerwerksflächen Niederschlagswasser in das Innere des Bauwerks und verursacht hier bereits Schäden an der Ausmalung, am Innenputz und an der Orgel.

Notwendig werden deshalb:
eine allgemeine Überprüfung der inneren Konstruktion des Turmdaches / ein Korrosionsschutz am stählernen Dachstuhl der Turmhaube / eine Ertüchtigung der kupfernen Eindeckung der Turmhaube / eine Verfugung der problematischen Mauerwerksflächen am Turm / die Erneuerung der Schallluken sowie die Ertüchtigung des Übergangsbereiches Turm / Dach Hauptschiff.

Die Henriettenkirche Annahütte zählt aus geschichtlichen Gründen nicht zum kirchlichen -, sondern zum Eigentum der Gemeinde Schipkau und wird durch einen örtlichen Förderverein für teils überregional bedeutsame Veranstaltungen genutzt.

Der Förderverein leistete bislang beim Erhalt der Kirche Annahütte sowie beim sozialen Miteinander in Annahütte beispiellose Arbeit. Mit zahlreichen Veranstaltungen aller Art sowie ehrenamtlicher Tätigkeit konnten so insbesondere die sozialen Folgen des mehr als 60jährigen Daseins im Bergbauschutzgebiet überwunden werden. Damit kommt der Henriettenkirche inzwischen in sozialer und kultureller Hinsicht eine hohe Bedeutung zu.

Dieser Bedeutung folgend ergeben sich zu den substanzerhaltenden Maßnahmen am Dach keine Alternativen.

Mit den vorgesehenen Arbeiten soll das Eindringen von Niederschlagswasser gestoppt – und damit die Bausubstanz vor weiterem Verfall und Zerstörung gesichert werden. Da der Turm der Kirche an öffentliche Verkehrsflächen angrenzt, können so auch Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit durch herabstürzende Ziegelsteine o.a. Bauteile vermieden werden.

Die Arbeiten sind zudem Voraussetzung für eine Rekonstruktion der bereits beschädigten Innenausmalung sowie einer Grundreinigung der Orgel, welche jedoch außerhalb dieses Förderantrages realisiert werden sollen.

Insgesamt soll mit den Arbeiten die weitere Nutzbarkeit der Henriettenkirche gesichert werden, welche hohe Bedeutung für die kulturelle Lebensqualität im Ort hat.

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